Heimatgeschichte

Heimatgeschichte der Herkunftsgegend meiner Ahnen


Geschichte von Regen, Kirchberg, Rinchnach und Lalling

Vorwort

Auf den Heimatkunde-Seiten stelle ich die Heimatgeschichte seit der Entstehung der Ortschaften in meinem Forschungsgebiet dar. Dies soll erlauben vom damaligen Leben der eigenen Vorfahren in diesem Raum eine bessere Vorstellung zu bekommen. Das betreffende Gebiet mit den Namen der beteiligten Orte können Sie auf der Seite über die Herkunftsorte nachlesen. Sollten Sie über passende Informationen (oder auch alte Bilder, Dorfansichten, etc.) verfügen, die zum Thema hier noch fehlen, freue ich mich selbstverständlich über Ihre Nachricht. Näheres dazu finden Sie auf der Herkunftsorte-Seite oder unter Kontakt. Vielen Dank für Ihre Mithilfe.

An dieser Stelle möchte ich, was die Heimatgeschichte des Raumes Zwiesel betrifft, auf den Reprint der Hilz-Chronik mit dem Titel "Buch für Zwiesel und Umgegend im bayerischen Wald" hinweisen.

Zeitungsartikel zu Themen aus dem Bereich der Heimat- und Familienkunde finden Sie im Zeitungsarchiv.

Heimatgeschichte bis 1100

179 ist der Flußname "Regen" durch eine römische Bauinschrift bezeugt.
vor 500 Der Böhm- bzw. Bayerweg wird angelegt und dient als Handelsverbindung mit Böhmen.
731 Gründung des Klosters Niederalteich.
780 Herzog Tassilo übereignet das Gebiet des Lallinger Winkels dem Kloster Niederalteich, mit dem Auftrag die Gegend urbar zu machen und zu besiedeln.
787 Beginn der Rodung im Gebiet von Auerbach.
um 900 Bau eines Wehrturmes in "Godehardsberg" (vgl. 1008).
vor 1000 Das Gebiet des Mittleren Bayerischen Waldes ist unbesiedelt und wird lediglich von Jägern und Handelsreisenden (nach Böhmen) durchquert. Einzige Bauten sind Burgställe (umfriedete Rastplätze), die Schutz vor Räubern und wilden Tieren bieten.

Entstehung von Lalling durch seinen adeligen Gründer Lallo.
1008 erste Erwähnung des Verteidigungsturmes (späterer Kirchturm) der Burg "Monte Godehardi" zu Gotthardperch (heute Kirchberg). Die Burg gehört dem Edelmann Konrad Salikus.

Der Einsiedler Gunther baut sich eine Zelle am Ranzingerberg (in der Nähe von Lalling) und verweilt dort etwa Jahr.
1009 Der Mönch Gunther legt einen neuen Weg von Niederalteich nach Böhmen an.
(Heute als "Guntherweg" bekannt.)
Siehe hierzu untenstehende Karte, sowie: "Vom Gunthersteig zur Böhmerstraße"

Historische Wege in meiner Heimat (schwarz) Baierweg, der schon im 6. Jahrhundert als Saumpfad zwischen Bayern und Böhmen diente.

(rosa) Vom Heiligen Gunther angelegter Saumweg, womit die Besiedelung im umgebenden Gebiet eingeleitet wurde.

(dunkel-grün) Für Salztransporte angelegter Saumweg auf Veranlassung von Herzog Maximilian im Jahr 1595.

(hell-grün) 1765 fertiggestellte erste Nord-Süd-Verbindung von Regen nach Deggendorf, die mit Fuhrwerken befahrbar war.

(dunkel-blau) 1769 erstmals erwähnte Fahrstraße von Passau bis Cham.

(hell-blau) 1817 für den Verkehr freigegebene Ruselbergstraße.

1011 Gunther verbringt den lebensbedrohlich strengen Winter in einer Klause nahe des heutigen Frauenbrünnl. Damit erfolgt auch die Gründung Rinchnachs als erste Siedlung des mittleren Bayerischen Waldes.
1012 Abt Godehard schickt im Frühjahr einige Ordensbrüder aus Niederalteich zu Gunther.

Entstehung eines kleinen Rodungsklosters.
1019 Weihe der ersten Klosterkirche (Holzbau) in Rinchnach am 29. August durch Bischof Berengar aus Passau.
1029 Schenkung des Rinchnacher Gebietes (Grund und Boden) von Kaiser Konrad III. an das Kloster Niederalteich am 1. Januar.
1035 Rinchnach wird Probstei.

schenkt der Salierkaiser Konrad III. den Besitz samt Festung auf dem "Monte Godehardi" (Kirchberg) dem Kloster Niederalteich.

erste Holzkirche bei Regen.
1040 Bestätigung der Gebietsschenkung von 1029 durch Kaiser Heinrich III. in einer Urkunde vom 17. Januar, inklusive Einverleibung Rinchnachs durch das Kloster Niederalteich.

Gunther verläßt Rinchnach und zieht weiter nach Gutwasser (das heutige Dobra Voda, Böhmen).
1041 Der Einsiedler Wilhelm begibt sich an den Ort des heutigen Kirchdorf im Wald und beginnt dort mit Rodungsarbeiten.
1045 Der selige Wilhelm stirbt.
1046 Eine Urkunde besiegelt die Zugehörigkeit Rinchnachs zum Kloster Niederalteich. Rinchnach ist damit eine Probstei, ein Zweigkloster Niederalteichs, wodurch Rinchnach nicht auf sich alleine gestellt bleibt.
1060 wird das Grafengeschlecht der Bogener als Vogt und militanter Beschützer des Klosters Niederalteich und dessen Warentransporte bestellt.

Beginn reger Rodungstätigkeit der Grafen von Bogen im "wilden Nordwald".
um 1070 Die Ortschaft Regen wird vom Kloster Rinchnach-Niederalteich aus gegründet.

Vorhergendes KapitelZurück zum Kapitel
"Herkunftsorte"
Folgendes KapitelWeiter zum Kapitel
"Heimatgeschichte 1100 bis 1400"


© Christian Benz